In etwa so habe ich mir die Sache mit dem in-die-Welt-geworfen-sein immer vorgestellt
http://youtube.com/watch?v=uswvZul1Z2s&feature=related
Uhanek - 22. Jun, 23:03
Der Besuch ist heute abgereist. Zu den Belehrungen und Ermächtigungen sind nicht viele Leute gekommen, die wenigen waren jedoch ganz richtig und sind jetzt recht erpicht darauf, dass eine Praxisgruppe entsteht. Das ist gut.
Und was waren das für grandiose Belehrungen! Und diese Ermächtigungen! Mein Scheitel brennt immer noch. Und hier zu Hause war es auch wieder toll. Und die Fußballbegeisterung der beiden Rinpoches war witzig.
Die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt. Und falls sich eine Praxisgruppe bilden sollte, dann könnte ich beim nächsten Besuch einen Teil der Arbeit auf die anderen Leute delegieren und müsste nicht so gut wie alles alleine mache *japs*
Uhanek - 12. Jun, 20:32
Die wichtigste Grundlage des Mahayana-Buddhismus, bildet der Terminus Shunyata. Er setzt sich zusammen aus dem Wort shunya, was "leer", "offen", "inhaltlos" und "nichts" bedeutet, mit dem Suffix -ta, was als "-heit" oder "-keit" übersetzt wird. Shunyata ist die Leerheit, die Offenheit, die Nicht-Dingheit der Phänomene. Dies meint nicht, wie es in Europa oft falsch interpretiert wurde und wird, das hier von einem Vakuum oder einem Nichts die Rede ist. Vielmehr muss eine passende Gegenfrage lauten: Leerheit von was? Es ist die Leerheit von Begriffen, geistigen Konstruktionen und Projektionen. Leerheit ist das, was ist, nur frei von Begriffen, Kategorien, Wertungen etc.
Dem Begriff der Leerheit steht der Begriff der Dinghaftigkeit oder inhärenten Eigenexistenz gegenüber. Dieser Ausdruck bezeichnet die Tendenz, die Phänomene mit Worten, Eigenschaften u.ä. zu belegen und diese Zuschreibungen dann für etwas den Phänomenen Inhärentes zu halten: Alles, was A ist, kann nicht Nicht-A sein. Indem ein Ding als A benannt wird, wird eine Trennung vollzogen zwischen dem Ding A und den Dingen Nicht-A. Nach buddhistischem Verständnis liegt hierin aber der Fehler, weil den Dingen weder die Zuschreibung zu eigen ist, noch existieren sie in einer solchen abgegrenzten Weise. Das Fehlen von inhärenter Eigenexistenz bedeutet, dass nichts aus eigener Kraft ins Dasein tritt und dass nichts in seinem Erscheinungsbild ud seiner Substanz unwandelbar ist.
Ein schönes Beispiel ist der Baum. Er besteht aus einer gewaltigen Anzahl Zellen, von denen manche die Rinde, andere das Holz, wieder andere die Wurzel und Blätter bilden. Fällt ein Blatt vom Baum, so betrachten wir die Zellen, die wir bis dahin dem Baum zugerechnet haben, als gesondertes Blatt, das auf den Boden fällt, wo es zwischen anderen Blättern verrottet und zur Nahrung für neue Blätter wird. Könnte unser Blick sehr subtile Zusammenhänger erfassen, dann würden wir einen ununterbrochenen Gas- und Stoffaustausch mit der Atmosphäre, der Erde und unzähligen Organismen erblicken. Wir nennen es einfach "Baum", aber in Wahrheit ist das Phänomen ein ungeheuer vielschichtiges Phänomen, das sich in steter Bewegung und stetem Austausch befindet. Wird aus der gesamten Kette, die zum Erscheinen des Phänomens führt, ein Faktor entfernt, so verschwindet auch das Phänomen. Daher ist es ohne Selbst = ist ihm die begrifflich-konzeptuelle Zuschreibung nicht inhärent. Jedes Phänomen oder physische Objekt kann auf so eine Weise analysiert werden.
Die buddhistischen Begriffe "Leerheit von inhärenter Eigenexistenz", "Nichtdualität" und "Nichtgetrenntheit" sind Ausdrücke für die wechselseitige Verbundenheit aller Phänomene in einem allumfassenden, ungeteilten, unteilbaren kausalen/konditionalen Netz. Und in diesem Netz befinden sich alle empfindenden Wesen, also auch der Mensch. Natürlich bilden die gegebenen Sinnes und Bewußtseinsfunktionen eines gesunden Individuums ein mehr oder weniger harmonisches Zusammenspiel. Dieses Zusammenspiel kann grammatisch als "Ich" benannt werden. Allerdings ist auch das menschliche Individuum ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, wie der Baum. Das grammatische Subjekt ist ihm genauso wenig inhärent. Das Individuum ist genauso ein Phänomen wie alle anderen im allumfassenden, ungeteilten, unteilbaren kausalen/konditionalen Netz, d.h. es ist in sich leer von Zuschreibungen und ein offenes, im Austausch befindliches System. Der Bewutßseinszustand ist bedingt durch die gerade aktuellen Gedanken, Gefühle, Stimmungen, Wahrnehmungen, Ernährung, die inneren Elemente und Umwelteinflüsse. Durch diese Bedingtheit lassen sich zwar die Faktoren vorfinden (die ihrerseits ebenso bedingt snd), jedoch letztlich kein Ich. Das Ich ist eine grammatische Form und eine bedingte Gedankenform, jedoch kein auffindbares Ding und ebenso nichts von Dauer. Bestenfalls eine Art Organisationsmodus in einem Netz der Bedingtheiten.
Was bleibt bei dieser Art der Analyse, das ist die Feststellung, dass die Gesamtheit der Phänomene nicht nur leer, sondern auch rein ist. Und dass es wohl dynamisches Bewußtsein gibt, jedoch kein Dinghaftes Ichgebilde. Das dynamische Bewußtsein bildet das Zentrum des von ihm erlebten Universums, ist zentrale Gottheit, umgeben von tanzenden Gottheiten. Die Gedanken und Emotionen sind nurmehr Äußerungen von Energie, die jedoch aufgrund ihrer leeren Natur das Bewußtsein nicht länger konditionieren. Dies ist ein Erfahrungsmodus, der mit der tatsächlichen Erfahrung von Leerheit einhergeht.
Uhanek - 6. Jun, 22:53
Mir fehlt hier gerade ein Kopf-gegen-die-Wand-dengel-Smiley.
So, ich habe jetzt mal aus dem Thread rauskopiert, was noch echte Diskussionsbeiträge waren. War ja im Grunde nicht so furchtbar viel, weil die üblichen Leutchen jetzt den gesamten Thread wieder in einen hirnverbrandten Laberschwall verkommen lassen. Wieso vergeudet man seine Zeit noch damit, wenn doch von vornherein klar ist, worauf es eh mal wieder hinauslaufen wird? Im Grunde ist doch das WuWe schon längst zu einem RiesenBlaBlaFasel verkommen.
Mehr, als ein knappes Statement dann und wann lohnt echt nicht.
Uhanek - 6. Jun, 10:05
Also manchmal habe ich den Eindruck, dass nicht wenige dieser "Spirituellen", "neuen Hexen", "neuen Heiden" oder welche Selbstbezeichnung auch immer sie nötig haben, im Grunde einfach nur auf die Couch oder in irgendeine Therapie gehören...
Uhanek - 5. Jun, 12:16
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Uhanek - 3. Jun, 22:19
....also in der Vitrine der Dame mit den chemisch eingefärbten Haaren und dem nach eigenem Bekunden stark naturbezogenen Weltbild scheint das Kaffeegeschirr äußerst unvollständig zu sein....
Uhanek - 2. Jun, 13:40
Aus den geheimen Lehren des weisen Nikolai:
"Also, was macht man oder frau, wenn die Hitze brütet, der Wetterdienst sich
aber beharrlich weigert, für den eigenen Lebensraum eine höhere
Niederschlagswahrscheinlichkeit als bestenfalls 25% rauszuhauen? Richtig,
Wetter.
Die wohl einfachste Methode ist: FENSTER PUTZEN. Müssen nicht alle sein, es
reichen durchschnittlich 20% der vorhandenen Fensterfläche. Am besten aber
das mit der schönsten Aussicht.
Und soll es nicht nur schauern, sondern unwettern, vielleicht sogar
gewittern, oder aber UNGEWITTERN, dann... lege man einfach zum Fensterputzen
"O Fortuna" auf. Und zwar L-A-U-T.
Hat bestens gewirkt. Es regnet, es hagelt und ich bin glücklich :-)"
Uhanek - 31. Mai, 20:27
Obgleich der Name auch "Stern" bedeuten kann, wird er üblicher Weise interpretiert als "die Retterin" oder "Sie, die hinüber führt". Sie ist die Große Mutter, die Herrscherin der drei Welten, die Göttin der Vereinigung von Samsara und Nirvana. Sie ist die Göttin der Unterwelt, der Höllen, des Totenreichs und des Herrschaftsgebietes der Nagas. Auch alle Schatzhüter ud Unterirdischen sind ihrer allumfassenden Macht unterstellt. Sie vermag es, die Nagas, Pretas und Höllenfürsten zu kontrollieren. Die Unterwelt ist aber auch das große Rad der Wiederkehr, Samsara. Es ist der Zustand der Gefangenschaft im Kreislauf von Tod und Geburt unter dem Einfluss der befleckten Emotionen und der daraus folgenden unreinen Aktivitäten.
Die Göttin als das große Spiel der Wiederkehr umfasst all die Leben tragenden Mächte der Welt, hierbei nicht allein die dunkle, fruchtbare Erde, sondern den gesamten Himmelsraum selbst, der die Wesen umfängt, wie eine Henne ihre Küken. Sie ist der Nachthimmel, der die Sterne und den Mond gebiert, und der Taghimmel, der die Sonne gebiert. Die Wasser sind ihre Milch, das Feuer und alle Elemente ihre transformierende Kraft.
Als Tag ist sie Marici, die strahlend goldene Sonnengöttin. Als Nacht ist sie Ekajata, die furchteinflößende schwarze Göttin der grenzenlosen Leerheit des schwarzen Raumes.
Uhanek - 31. Mai, 18:38
Endlich, ich habe die Übersetzung des Yamantaka-Kommentars beendet. Was hatte ich mit dem stammelnden Englisch-Übersetzer zu kämpfen! Aber der Text ist schließlich ganz gut geworden. Wirklich sehr spannende Belehrungen. Wirklich einiges, was gut und teuer, will meinen: streng geheim ist.
Uhanek - 28. Mai, 21:48