Der Lauf der Dinge

Montag, 7. September 2015

Ein Strauß aus Identitäten

Amin Maalouf schrieb in seinem Essay "Mörderische Identitäten" mal sehr schön, dass ein jeder Mensch ein einzigartiger Strauß aus vielen Identitäten wie Sprache, etnische und kulturelle Zugehörigkeiten, Fähigkeiten usw. ist. In diesem Sinne können wir alle Stolz auf unsere Einzigartigkeit sein und unser ganzes Streben daran setzen, das Beste daraus zu machen, indem wir lernen und Qualitäten wie Intelligenz, Güte, Großzügigkeit etc. kultivieren und uns zum Nutzen aller weiterentwickeln. Also das Gegenteil von aggressivem Nationalstolz, der immer nur Hass, Dummheit und Enge kultiviert.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Sutra der liebevollen Güte / The Sutra of loving kindness

Chenrezig_lores


” Sutra über die allumfassende Liebe “

mit dem Auftrag, dieses Sutra nicht nur auswendig zu lernen sondern das müsse aus dem Herzen kommen. Sie müssten, das wirklich für die Devas tun wollen und nicht nur mechanisch rezitieren. Die Mönche taten genau das und die Baumgeister ließen sie in Zukunft in Ruhe,

Wer Frieden erreichen möchte sei Aufrichtig und bescheiden und sei fähig zu liebevoller Rede. Er/Sie weiß wie man einfach und glücklich leben kann – mit ruhigen Sinnen ohne Habsucht und unbeeinflusst von den Gefühlen der Mehrheit. Er/Sie möge nichts tun was das Leiden in den drei Welten vermehren könnte.

Mögen alle Wesen glücklich und wohlbehalten sein, und mögen ihre Herzen von Freude erfüllt sein,

Mögen sie alle in Sicherheit und Frieden leben – ob sie nun schwach sind oder stark, lang oder kurz, groß oder klein, sichtbar oder unsichtbar, nah oder fern, bereits geboren oder noch nicht geboren. Mögen sie alle in vollkommener Gelassenheit weilen.

Möge niemand einem anderen Schaden zufügen. Möge niemand das Leben eines anderen gefährden. Möge niemand aus Ärger oder Übelwollen heraus einem anderen Kummer oder Leid wünschen.

Genau so wie eine Mutter ihr einziges Kind liebt und unter Einsatz ihres Lebens schützt, entwickeln auch wir grenzenlose, allumfassende Liebe für alle Lebewesen. Unsere grenzenlose Liebe durchdringt das ganze Universum, nach oben, nach unten und überall hin. Unsere Liebe kennt keine Hindernisse, und unsere Herzen sind vollkommen frei von Hass und Feindseligkeit,

Ob wir gehen oder stehen, sitzen oder liegen – solange wir wach sind, bewahren wir diese liebende Achtsamkeit in unserem Herzen. Den dies ist die vornehmste Lebensweise; frei von falschen Ansichten, frei von Gier und sinnlichem Verlangen sind die, die grenzenlose Liebe praktizieren. Sie leben in Schönheit, verwirklichen vollkommenes Verstehen und werden mit Gewissheit über Geburt und Tod hinaus gelangen.




The Buddha's Words on Kindness (Metta Sutta)

This is what should be done
By one who is skilled in goodness,
And who knows the path of peace:
Let them be able and upright,
Straightforward and gentle in speech.
Humble and not conceited,
Contented and easily satisfied.
Unburdened with duties and frugal in their ways.
Peaceful and calm, and wise and skillful,
Not proud and demanding in nature.
Let them not do the slightest thing
That the wise would later reprove.
Wishing: In gladness and in saftey,
May all beings be at ease.
Whatever living beings there may be;
Whether they are weak or strong, omitting none,
The great or the mighty, medium, short or small,
The seen and the unseen,
Those living near and far away,
Those born and to-be-born,
May all beings be at ease!
Let none deceive another,
Or despise any being in any state.
Let none through anger or ill-will
Wish harm upon another.
Even as a mother protects with her life
Her child, her only child,
So with a boundless heart
Should one cherish all living beings:
Radiating kindness over the entire world
Spreading upwards to the skies,
And downwards to the depths;
Outwards and unbounded,
Freed from hatred and ill-will.
Whether standing or walking, seated or lying down
Free from drowsiness,
One should sustain this recollection.
This is said to be the sublime abiding.
By not holding to fixed views,
The pure-hearted one, having clarity of vision,
Being freed from all sense desires,
Is not born again into this world.

Freitag, 14. November 2014

Endloses Geschwätz

Ist der Dharma lediglich ein Konzept, eine Idee des konzeptbildenden, in Begriffen und Bildern operierenden Geistes, so steht er als reine Vorstellung konkurrierend neben anderen Ideen --- mit denen das Ego jongliert, um schließlich die (momentan) bevorzugten Ideen herauszusuchen. Dies begründet die Notwendigkeit eines gut geschulten Lehrers, der die Lehren Schritt für Schritt übermittelt und darauf achtet, dass die einzelnen Schritte angewandt und Erfahrungen daraus gezogen werden.

Was will man schließlich mit höheren Lehren, wenn man schon die Grundlagen nicht verstanden hat? Der Dharma liefert dann lediglich Begriffe für endlose egozentrische Spekulationen und Spinnereien, die letztlich nirgendwo hinführen.

Freitag, 6. September 2013

Über Garuda Bhavan

Nachdem mir von einem Leser mitgeteilt wurde, dass das Garuda Bhavan Blog "nicht buddhistisch genug" sei, zu viele "unbuddhistische Inhalte" aufweise und von diesen quasi gereinigt werden müsse, möchte ich gerne ein wenig darüber schreiben, was Garuda Bhavan ist und wofür es steht.

Vor allem anderen möchte ich gleich zu Anfang einmal klarstellen: Garuda Bhavan bewegt sich mit seinen Themen sehr wohl im Rahmen der buddhistischen Philosophie, aber es steht für Offenheit und nicht für sektiererische Verengung. Bei Garuda Bhavan und dem Buddhismus allgemein handelt es sich nicht um irgendeine Sekte, die es nötig hat, sich feindselig abzugrenzen.

Nicht Aufzucht und Pflege eines selbstverliebten Egos, sondern Entfaltung von Potenzialen und Qualitäten zum Nutzen der unmittelbaren Gemeinschaft und aller empfindenden Wesen.
Nicht "Magie" als egozentrische Machtorientiertheit, sondern die Entwicklung von Mitgefühl und Handlungsfähigkeit, Weisheit und Methode durch Studium und Praxis der Dharma-Lehren.
Nicht die Suche nach dem, was trennt, abspaltet und vereinzelt, sondern die Konzentration auf das, was verbindet, und der Respekt vor den vielfältigen Möglichkeiten, dies zu beschreiben.

Das ist wofür Garuda Bhavan steht und das umreißt die hier vertretene Sicht auf den Dharma.


Was bedeutet Garuda Bhavan?

Garuda, der mythische Vogel des Hinduismus und Buddhismus, repräsentiert in der buddhistischen Überlieferung die ungehinderte Dynamik und Freiheit, das Mitgefühl und die Achtsamkeit eines Bewusstseins, das nicht durch Konzepte und Konventionen aller Art konditioniert ist. Der Ort (skt. Bhavan) des Garuda ist die Weite und Unbegrenztheit des Himmelsraumes. Thema ist hierbei eine offene, freie, mitfühlende, achtsame und dynamische Geisteshaltung als Grundlage einer intelligenten Lebensführung.


Intelligentes Leben?

Als Menschen werden wir dem intelligenten Leben zugerechnet. Dennoch sind viele unserer Verhaltensweisen individuell wie kollektiv oft ausgesprochen destruktiv, also dumm. Unsere schnelllebige und leistungsorientierte Gesellschaft stellt immer höhere Anforderungen an den einzelnen Menschen. Stress, Burnout und Depressionen sind nur einige der Symptome einer solchen Gesellschaft, die den Menschen und die Gemeinschaft aus dem Blick verliert. Die Werbung verspricht Glück durch immer mehr Konsum, narzisstische Abgrenzung, dualistisch wertende Abspaltung und sektiererische Verengung des Blicks auf die Welt. Doch Konsum und Narzissmus bewirken kein individuelles Glück und verschärfen die gesellschaftlichen Probleme nur.

Dem gegenüber strebt eine intelligente Lebensführung die Kultivierung von individuellem und kollektivem Glück an. Der Dalai Lama ist heutzutage besonders gefragt als Ratgeber auf dem Weg zu einem glücklichen Dasein. Als ersten Schritt auf dem Weg zum Glück nennt er das Lernen, durch das eine Vielfalt von Vorgehensweisen und Methoden erworben werden kann, mit deren Hilfe negative Geisteszustände wie Gier, Hass, Eifersucht und Zorn mit der Zeit überwunden werden können. Die Übung von Glück rückt somit ins Zentrum einer intelligenten Lebensführung, die sich nicht abhängig macht von Konsumgütern und wirtschaftlichen Gegebenheiten.


Garuda Bhavan

Garuda Bhavan und die Garuda Bhavan Praxisgruppe stehen in der Tradition der nicht-sektiererischen Rime-Bewegung und der nichtmonastischen Ngakpa-Tradition. Die verschiedenen Kursangebote umfassen, dieser Tradition und Philosophie folgend, nicht allein buddhistische Themen, sondern auch solche der allgemeinen Religionsgeschichte, der Ethnologie, Psychologie und Medizin. Sie sind überwiegend auf ein allgemeines Publikum ausgerichtet, unabhängig von Religion und Herkunft.

Die von Garuda Bhavan erwirtschafteten Gewinne dienen der Refinanzierung weiterer Veranstaltungen und dem Aufbau der verschiedenen Arbeitsfelder, im Sinne eines Social/Sustain Entrepreneurship. Sie alle folgen dem buddhistischen Wunsch, dass alle Wesen glücklich sein und niemals von den Ursachen des Glücks getrennt sein mögen.


Angebote, Themen, Arbeitsbereiche:

- Organisation und Durchführung von Lama-Besuchen in Göttingen: Authentische, verwirklichte Meister der alten Schule des tibetischen Buddhismus (Nyingma) erteilen vollständige Ermächtigungen und tiefgründige Anweisungen, mit denen sie ihre Schüler in die Lage versetzen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.
- Betreuung und Begleitung eines buddhistischen Arbeitskreises
- Begleitende und vertiefende Seminare zu verschiedenen Themen der buddhistischen Philosophie unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung in der alltäglichen Lebensführung
- Organisation von Lehrveranstaltungen und Vorträgen zu verschiedenen Themenbereichen der „intelligenten Lebensführung“ und Permakultur: Gesundheitspflege, Ernährungslehre, Gartenbau, interreligiöser und interkultureller Dialog u.ä.
- nicht konfessionsgebundene Weltanschauungsberatung
- Beratung/Lebenshilfe
- Trauer-/Sterbebegleitung
- Spiritual Coaching
- Kurse zu den Themen Meditation, Achtsamkeit und Entspannungstechniken



Über die Ngakpa-Tradition

Obgleich in der westlichen Vorstellung der tibetische Buddhismus vorwiegend mit Klöstern und rot gekleideten Mönchen assoziiert wird, gibt es doch neben dieser monastischen Tradition auch eine sehr starke und lebendige nicht-monastische Tradition des Buddhismus. Zwar finden bereits in den Pali-Texten weißgekleidete Laienpraktizierende Erwähnung, doch die spezifische Zweiteilung des Sanghas, wie sie im tibetischen Vajrayana tradiert ist, fällt in die Zeit des Zusammentreffens des Abtes Shantarakshita mit dem tantrischen Yogi Padmasambhava und dem Dharmakönig Trisong Detsen im 8. Jahrhundert. Seit dieser Zeit gibt es den monastisch orientierten Sangha mit geschorenem Kopf und roten Roben und den Sangha der Ngakpas.

Der Begriff „Ngakpa“ bezieht sich zunächst einmal auf den Gebrauch von Mantras. Männer, die Mantras praktizieren werden auf Sanskrit als Mantri bezeichnet, Frauen als Mantrini. Ähnlich im Yoga. Männliche Yogapraktizierende sind Yogis, weibliche Praktizierende sind Yoginis. Das tibetische Wort für Yoga lautet Naljor; nal bedeutet „Wahrheit“ im Sinne von etwas Ungekünsteltem, Ursprünglichem, etwas, das nicht-fabriziert ist, und jor bedeutet „erlangen“. Somit bedeutet Naljor, dass man die Wahrheit erlangt. Es handelt sich bei authentischem Yoga um eine spirituelle Praxis, die mit Energien arbeitet, und ist insofern von westlichem „Yoga“ zu unterscheiden, bei dem es sich eher eine Art Sport und Wellness-Übung handelt. Das tibetische Wort für Mantra lautet Ngag (sNgags), das bedeutet als Verb „rezitieren, singen“ und als Substantiv „Mantra“. Die männlichen Praktizierenden heißen Ngakpa (sNgaks-pa), die weiblichen Ngakma (sNgaks-ma).

Im Westen hat sich vor allem im Verlauf der letzten zwanzig Jahre ein bestimmtes Bild zu dieser Tradition etabliert. Es zeigt eine vorwiegend in weiße Roben gewandete Person, die mehr oder weniger die Rolle eines Zauberers spielt. Basierend auf dieser Vorstellung erscheinen seit ungefähr zehn Jahren immer mehr westliche „Ngakpas“, die sich einem geneigten Publikum gern in weiße Roben gehüllt, mit gefährlich starrender Miene und bunten Hüten präsentieren. Dieses Phänomen ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: Eine prachtvolle Fassade ist kein Garant für einen entsprechenden Inhalt. Die eigentliche tibetische Tradition, die sich hinter diesem Begriff verbirgt, ist sehr viel komplexer und beinhaltet keineswegs immer eine deutliche Zur-Schau-Stellung.

Innerhalb Tibets gab es verschiedene Zentren dieser Tradition. Das erste große Ngakpa-Zentrum war Samye angegliedert, dem von Padmasambhava erbauten Kloster. Der Name dieses Zentrums war Ngakpa ´Du dul Ling, d.h. „Dämonen-Unterwerfungs-Kloster“. Hier durchliefen Ngakpas eine intensive Ausbildung und das Lehrprogramm umfasste Literatur, Übersetzung, Astrologie, Meteorologie, Landwirtschaft, Vajrayana-Studien und tantrische Praxis. Unter dem dritten Dharmakönig Tri Ralpa Chen erfuhr die Verbreitung dieser Tradition eine starke Unterstützung. Der König selbst war ebenfalls ein Ngakpa, wie auch aus seinem Namen ersichtlich ist: „Ralpa“ bedeutet Dreadlock und lange, bisweilen zu Dreadlocks verfilzte Haare sind ein häufiges Zeichen der „Berufswürde“ von Ngakpas.

Tatsächlich gibt es nicht nur eine Ngakpa-Tradition. Vielmehr haben die fünf großen spirituellen Traditionen je eigene Ngakpa-Traditionen mit je eigenen Bezeichnungen und unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten: So gibt es Bön-Ngakpas (Drangsong); in der Nyingma-Schule spricht man von Ngakpa/Ngakmo, Kyimngak (Haushälter) und Drongngak (Dorfngakpas), Terton (Schatzfinder) und Rigdzin (Wissenshalter) ); in der Kagyü-Schule werden folgende Kategorien unterschieden: Entsagende Ngakpas, Naljorpa/Naljorma (Yogis und Yoginis), Togdenpa; dann gibt es spezielle auf Chod spezialisierte Ngakpas, die entsprechend als Chodpa bezeichnet werden; es gibt auch besondere Familien-Traditionen oder Familien-Ngakpas, am bekanntesten sind hierbei die Sakyapas; schließlich gibt es sogar eine Ngakpa-Tradition der Gelugpas. Zudem gibt es auch verschiedene regionale Unterschiede.

Die ursprüngliche Bezeichnung für Ngakpas lautet „go kar chang lo de”, wörtlich “die Gemeinschaft mit weißer Kleidung und langem Haar” oder einfach “der weiße Sangha”. Die erste Ngakpa-Gruppe bildeten die 25 Hauptschüler des Meisters Padmasambhava, die von ihm persönlich bis zu einem sehr hohen Grad der Verwirklichung geschult wurden.

Hervorzuheben ist die lebenspraktische Ausrichtung dieser Tradition, die auf das Glück und den Nutzen aller Wesen im Allgemeinen und auf die menschliche Gemeinschaft im Besonderen hin ausgerichtet ist. Der spirituelle Pfad eines Ngakpas folgt dem Bodhisattva-Ideal, das eigene Potenzial zum Nutzen aller empfindenden Wesen zu entfalten. So erzählte mir ein befreundeter Ngakpa, der in Dharamsala einen Ngakpa-Tempel betreibt, dass sich seine Funktion innerhalb der Gemeinschaft mit der eines Sozialarbeiters vergleichen ließe. So dienen die Lehren und Methoden dieser Tradition der Schulung der Ngakpas und Ngakmas mit dem Ziel, positiv und nichtsektiererisch im Dienst der Gemeinschaft stehen zu können.

In diesem Rahmen sehe ich auch Garuda Bhavan: Shedra und praktische Schulung für die Praktizierenden zum Nutzen der Gemeinschaft, sowie Ratgeber und praktische Lebenshilfe für jeden, dem wir behilflich sein können. Dies begründet die Themenpalette, die neben buddhistischer Geschichte und Philosophie, tantrischen Lehren und Praktiken, Lama-Besuchen etc. auch Themen aus Medizin, allgemeiner Religionsgeschichte, den Kulturwissenschaften, der Ökologie, des interreligiösen Dialoges u.ä. umfasst - eben aus einer buddhistischen Perspektive.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Drei Fehlinterpretationen zum Wesen des Buddhismus

Sehr lesenswerter Artikel über die drei größten Fehlinterpretationen darüber, was Buddhismus lehre:

http://theidproject.org/blog/lawrence-grecco/2013/06/28/three-myths-about-buddhism-drive-people-away-droves

Dienstag, 12. Februar 2013

Was es immer zu bedenken gilt...

‎"Auch wenn es oft einen anderen Anschein macht, ist keiner wirklich bösartig. Manche werden nur von Unwissenheit irregeführt. Wenn Du diese Wahrheit in Betracht ziehst, wirst du eine Quelle des Lichts sein, statt Schuldzuweisung und Verurteilung auszustrahlen." (Quelle unbekannt)

Montag, 18. Juni 2012

Turning the malefic Trick!

RETURN TO SENDER!

The most tragic aspect of real ill-will is the sender´s unawareness that he or she for sure is going to pay the price for all malicious acts...

Dienstag, 21. Juni 2011

Anmerkungen über New Age

Auch sehr lesenswert die Anmerkungen zu New Age und postmoderner "Spiritualität" http://ssonja.twoday.net/stories/new-age/#29748132

Die soziale Krebserkrankung

Einer der sehr lesenswerten Texte auf Vas Mirabilis: http://ssonja.twoday.net/stories/menschheit-todkrank/ die postmodernen kapitalistische Gesellschaft als soziales Krebsgeschwür. Sehr schön! :o)

Samstag, 17. Juli 2010

Antibuddhistische Hetzpropaganda

Im ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es breit angelegte "Aufklärungskampagnen", die die deutsche Bevölkerung über "den Juden" informierten. Kaum eine Behauptung in diesem Zusammenhang war zu dumm oder zu absurd, um nicht doch geglaubt zu werden und dem offenbar weit verbreiteten Bedürfnis entgegen zu kommen, einen dämonischen Feind in der Welt zu identifizieren, auf den man von ganzem Herzen alles Negative projizieren kann. So "wußten" weite Teile der deutschen Bevölkerung vermeintlich ganz genau von den Machenschaften einer jüdischen Weltverschwörung, jüdischen Blutopfern an wehrlosen Christenkindern und vieles mehr in dieser Art, das in immer neuen Aufgüssen und mit Nachdruck verbreitet wurde. Die Folgen sind bekannt.

Nach Massenvernichtungen, einem verheerenden Krieg und einer drückenden kollektiven Schuld ist es ein wenig aus der Mode gekommen und ohnehin nicht mehr recht gesellschaftsfähig, "den jüdischen Menschen" oder "das Judentum" offen zu hassen und dagegen zu hetzen. Zeitgemäßer ist es, "die Juden" zu mögen, weil "einige von ihnen" natürlich zu den besten Freunden zählen oder anderweitig ganz wunderbare Menschen sind. Wohin aber nun mit dem Bedürfnis, zu hassen und zu hetzen? Auf diese liebe alte Gewohnheit muss man zum Glück auch heute nicht verzichten. Neue Feinde sind ausgemacht und ermöglichen als besondere Form der Brauchtumspflege die fortdauernde Kultivierung und Verbreitung eines fanatischen Hasses gegen "das Andere". Sind sie unzufrieden mit sich und der Welt? Kein Problem. Hassen sie einfach "das Andere", dazu ist es ja da. "Das Andere" ist der Usprung allen Übels, die Quelle der Unterdrückung und des Unwohlseins. Es ist dämonisch, böse und verschlagen, trachtet nach der Weltherrschaft und untergräbt, was unsere überlegene Kultur als überragende Werte und einzige Wahrheiten in vollkommener Weise erkannt hat. "Das Andere" ist die finstere Dämonie, die ganz klar einen zersetzenden Einfluss hat auf das strahlende Licht unserer westlichen Kultur. So wie der Dalai Lama.

Das "jüdische Blutopfer" und die "jüdische Weltverschwörung" sind out. In sind hingegen das "tantrische Frauenopfer" und die "Enthüllung" der Pläne eine Finsterlings, den die Welt als lächelnden Dalai Lama kennt, zur Erlangung der Weltherrschaft und Errichtung einer weltweiten "Buddhokratie". Es ist natürlich politisch völlig unkorrekt, mit Hilfe der "Protokolle der Weisen von Zion" von einer weltweiten "jüdischen Gefahr" zu schwafeln. Zeitgemäß ist es hingegen, auf Texte wie "Der Schatten des Dalai Lama" von Victor und Victoria Trimondi (= Herbert und Mariana Röttgen) oder auf "Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs" von Colin Goldner zurückzugreifen.

FORTSETZUNG FOLGT!


siehe auch:
http://uhanek.twoday.net/stories/6269785/

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