So, die Tara-Gruppe kann anwachsen. Ich habe von Rinpoche Nachricht aus Indien erhalten, dass ich autorisiert bin, den Lung zu geben. So stelle ich jetzt also langsam Lehrmaterial zusammen und kann auch neue Interessenten in die Gruppe aufnehmen. Wie schön!
Es ist schon immer wieder faszinierend, wieviel Gift in Worten liegen kann, die oberflächlich gesehen süß erscheinen oder freundlich interessiert, logisch und humanistisch oder weltoffen und nett.
Es ist so deutlich, wie wichtig die Bewahrung und die "Verheimlichung vor den Menschen", wie Hesychius sagt, ist.
O. und SN meinen, man sollte dort und gegenüber manchen Personen am besten gar nicht mehr über Buddhismus reden. Sie haben Recht. Bestenfalls könnte man passende Sachbücher und Lexikoneinträge referieren. Aber selbst dabei müßte man ja vorsichtig sein.
Es ist witzig, wie im Grunde derzeit das Gespräch mit Maziar und Ali dort eine wunderbare Widerspiegelung findet: Ja, Westler sind oft unsagbar oberflächlich. Und ja, das bedeutet, dass sie sich in ihrem oberflächlichen Spiel von Worten und Konzepten verlieren, ohne auch nur ansatzweise zugrunde liegende Bedeutungen zu erfassen. Dafür halten sie dann aber ihren Nihilismus und ihren Wort- und Konzepteintopf im Kessel riesiger Worthülsen für Tiefgang und/oder für klares Denken.
In müdem Zustand knapp zwei Seiten in ca. eineinhalb Stunden. Gar nicht schlecht. Auch das Englisch ist ganz in Ordnung. Mit etwas Glück wird die grobe Übersetzung morgen, wenn ich ausgeruht bin, relativ schnell fertig. Dann noch an dem einen oder anderen sprachlichen Detail ein wenig feilen, Esther nochmal kontrollieren lassen und gut ist. Dann wegschicken und nächster Text. Und immer so weiter ad infinitum.
Super. Verlass dich auf andere und du bist verlassen. Alles ist immer ganz toll, wenn es nur hübsch im Bereich der reinen Möglichkeit, der schönen Vorstellung oder der netten Worte verbleibt....
Aber immerhin, ich betrachte es als vertiefende Einsicht und als gute Übung. Und letztlich entpuppt es sich gerade als doch gar nicht so schwer. Ich komme gut voran, denke mir im übrigen meinen Teil und ziehe sicherlich auch die eine oder andere Konsequenz.
Die türkische Hofmusik wurde komplett von der byzantinischen Musik, der liturgischen und der des Hofes, übernommen. Faszinierend finde ich den Gedanken, dass wir es bei den alten christlichen Kirchen im Grunde mit einer lebenden Religion der Antike zu tun haben. Und ebenfalls faszinierend finde ich es, welche musikalische Sprache für diese Texte entwickelt wurde...
"Viele gnostische Sakramente wurden mit magischen Formeln und geheimen Gesten vollzogen und waren stark von einer Zahlen-, Buchstaben- und Zeichensymbolik inspiriert. Die Tatsache, daß im Semitischen wie im Griechischen Zahlen durch Buchstaben dargestellt wurden, begünstigte die Entwicklung eines numerologischen Systems, in dem die Zusammenhänge zwischen Buchstaben und Zahlen ausgearbeitet wurden. Wie schon erwähnt, wurden der Hebdomas (Sieben), der Ogdoas (Acht), der Dekade (Zehn) und der Dodekade (Zwölf) besondere Eigenschaften zugesprochen. [...]
Vertraut waren die Gnostiker auch mit den angeblichen okkulten Eigenschaften des Klangs und der verborgenen Potenz heiliger Namen, hermetischer Formeln und magischer Anrufungen. Einige der von ihnen benutzten Vokalisationen stammten aus sehr sehr alten Quellen, die in den inneren Heiligtümern der großen Religionen und Mysterienkulte der Antike im geheimen weitergegeben wurden. [...]
Der wichtigste aller Klänge war ihrer Meinung nach das Phonem, die kleinste aussprechbare Lauteinheit, meist eine einzelne Silbe. Die von den Gnostikern übernommenen griechischen Phoneme waren die sieben Vokallaute des griechischen Alphabets: a (alpha), e (epsilon), e (eta), i (iota), o (omicron), y (ypsilon) und o (omega). Bei der Intonation dieser Vokale konnte man ihre Reihenfolge, Tonhöhe, Betonung und Länge variieren und den Stimmumfang verändern, wodurch jeweils besondere Differenzierungen entstanden.
Hieraus entwickelte sich allmählich die Praxis, jeden Vokal in einer Aufeinanderfolge ansteigender und fallender Noten in einem einzigen Atemzug (pneuma) zu singen; dies war der Ursprung der Neume des Gregorianischen Gesangs."
(Walker, Benjamin: Gnosis - Vom Wissen göttlicher Geheimnisse. S. 139-140. München 1992)
Axion estin und Kyrie eleison: http://www.youtube.com/watch?v=PEHJY0T9RsQ&feature=related
Axion estin os alitos
makarizein se tin Theotokon,
tin aeimakariston kai panamomiton
kai mitera tou Theou imon.
Tin timioteran ton Cheroubeim
kai endoxoteran asingkritos ton Serapheim.
tin adiaphthoros Theon Logon tekousan,
tin ontos Theotokon, Se megalinomen.
Translation:
Truly you are worthy
to be blessed Theotokos (God-birther)!
You the holy-blessed and Ever blameless One,
And Mother of our God!
More honourable than the Cherubim,
And more glorious than the Seraphim!
Without stain, you gave birth to the Logos (Word)!
The True Theotokos (God-birther), we magnify you!
"Άξιον εστίν ως αληθώς μακαρίζειν σε την Θεοτόκον, την αειμακάριστον και παναμώμητον και μητέρα του Θεού ημών. Την τιμιωτέραν των Χερουβείμ και ενδοξοτέραν ασυγκρίτως των Σεραφείμ την αδιαφθόρως Θεόν Λόγον τεκούσαν, την όντως Θεοτόκον, Σε μεγαλύνομεν".
"Kýrie eléison (griech. κύριε ἐλέησον, „Herr, erbarme dich“) war in vorchristlicher Zeit ein gebräuchlicher Huldigungsruf für Götter und Herrscher. Die Juden der griechischsprachigen Diaspora hatten den Kyrios-Titel auf den Gott Israels bezogen (als Übersetzung für „adonai“, vergleiche JHWH), und im frühen Christentum wurde er zur zentralen Hoheitsbezeichnung Jesu."
und gleich nochmal die wunderbare Divna Ljubojevic
Khristos Anesti
Khristos anesti ek nekron,
Thanato thanaton patisas,
Kai tis en tis mnimasi
Zo-in kharisamenos!
Translation:
Christ is Risen from the dead
Trampling down death by death
And on those in the tombs
Bestowing life!
http://www.youtube.com/watch?v=_ggTa1olMQc&feature=related
O Virgin Theotokos, rejoice
Mary, full of grace, the Lord is with thee.
Thou [art] blessed among women,
and blessed [is] the fruit of thy womb,
for thou hast given birth to the savior of our souls.
Bogorodice Djevo,
radujsja, blagodatnaja Marije,
Gospod s Toboju!
Blagoslovena ti v ženah,
i blagosloven plod čreva tvojego.
jako Spasa rodila jesi duš naših.
Bogorodice Djevo,
raduj se, blagodatna Marijo,
Gospod je s tobom;
blagoslovena si ti među ženama,[Luka 1,28]
i blagosloven je plod utrobe tvoje,
jer si rodila Spasitelja duša naših [Luka 1,42]
"Gott, der Herr, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. [...]
Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde
und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.[...]"
"...Denn ich weiß, daß der Herr groß ist
und unser Herr vor den Göttern.
Alles, was er will, das tut er,
im Himmel und auf Erden,
im Meer und in allen Tiefen;
der die Wolken läßt aufsteigen vom Ende der Erde,
der die Blitze samt dem Regen macht,
der den Wind aus seinen Vorratskammern kommen läßt..."
"...Errette mich, Herr, von den bösen Menschen;
behüte mich vor den freveln Leuten,
die Böses gedenken in ihrem Herzen
und täglich Krieg erregen.
Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange;
Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela)..."
"...Ist doch der Mensch gleich wie nichts;
seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.
Herr, neige deine Himmel und fahre herab;
rühre die Berge an, dass sie rauchen;
laß blitzen und zerstreue sie;
schieße deine Strahlen und schrecke sie;..."
Und last not least "Göttinnenverehrung", das wunderbare "Agni Parthene"
"Agni Parthene" ist einer der wichtigsten Hymnen des byzantinischen Chorals. Er gilt als zeitloses Meisterwerk und ist in nahezu allen orthodoxen Kirchen der byzantinischen Tradition verbreitet.
Es handelt sich um einen Marienhymnus (Agni Parthene bedeutet in etwa "unvermählte Braut") , der vom hl. Nectarios von Aegina, einem orthodoxen Heiligen des 19.Jahrhunderts, verfasst wurde.
O Virgin Pure
by St. Nectarios
Plagal First Tone (Tone 5)
Refrain: Rejoice, O Unwedded Bride!
O Virgin pure, immaculate/ O Lady Theotokos
O Virgin Mother, Queen of all/ and fleece which is all dewy
More radiant than the rays of sun/ and higher than the heavens
Delight of virgin choruses/ superior to Angels.
Much brighter than the firmament/ and purer than the sun's light
More holy than the multitude/ of all the heav'nly armies.
Rejoice, O Unwedded Bride!
O Ever Virgin Mary/ of all the world, the Lady
O bride all pure, immaculate/ O Lady Panagia
O Mary bride and Queen of all/ our cause of jubilation
Majestic maiden, Queen of all/ O our most holy Mother
More hon'rable than Cherubim/ beyond compare more glorious
than immaterial Seraphim/ and greater than angelic thrones.
Rejoice, O Unwedded Bride!
Rejoice, O song of Cherubim/ Rejoice, O hymn of angels
Rejoice, O ode of Seraphim/ the joy of the archangels
Rejoice, O peace and happiness/ the harbor of salvation
O sacred chamber of the Word/ flow'r of incorruption
Rejoice, delightful paradise/ of blessed life eternal
Rejoice, O wood and tree of life/ the fount of immortality.
Rejoice, O Unwedded Bride!
I supplicate you, Lady/ now do I call upon you
And I beseech you, Queen of all/ I beg of you your favor
Majestic maiden, spotless one/ O Lady Panagia
I call upon you fervently/ O sacred, hallowed temple
Assist me and deliver me/ protect me from the enemy
And make me an inheritor/ of blessed life eternal.
Rejoice, O Unwedded Bride!
(Source and translation: Holy Nativity Convent, Saxonburg, Pennsylvania, U.S.A.)
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Das Wort "Panagia" ist ein eigenständiger Terminus, der in etwa mit "Allheilige" übersetzt werden kann.
[edit] Original Greek text
Text of Αγνή Παρθένε copy pasted from http://www.matia.gr.
Χαίρε Νύμφη Ανύμφευτε.
Και κλήρονομον δείξον με, ζωής της αιωνίου,
Χαίρε Νύμφη Ανύμφευτε.
Agni parthene Despoina,ahrante theotoke
Here nimfi animfefte
Parthene mitir anasa,panedrase te poke
Here nimfi animfefte
ipsilotera ouranon aktinon
lamprotera
Here nimfi animfefte
hara parthenikon horon aggelon ipertera
Here nimfi animfefte
eklamprotera ouranon fotos katharotera
Here nimfi animfefte
ton ouranion stration pason
ayiotera
Here nimfi animfefte
Maria aeiparthene kosmou pantos
kiria
Here nimfi animfefte
ahrante nimfi pannagne Despoina
Panagia
Here nimfi animfefte
Maria nimfi anassa haras imon
etia
Here nimfi animfefte
kori semni vasilissa mitir
iperagia
Here nimfi animfefte
timiotera herouvim iperendoxotera
Here nimfi animfefte
ton asomaton serafim ton thronon
ipertera
Here nimfi animfefte
here to asma herouvim here imnos aggelon
Here nimfi animfefte
here odi ton serafim hara ton arhaggelon
Here nimfi animfefte
here irini kai hara limin tis
sotirias
Here nimfi animfefte
pastas tou logou iera anthos tis aftharsias
Here nimfi animfefte
here paradise trofis zois te eoinias
Here nimfi animfefte
here to xilon tis zois pihi athanasias
Here nimfi animfefte
se iketevo Despina se nin epikaloume
Here nimfi animfefte
se disopo pantanassa sin harin exetoume
Here nimfi animfefte
kori semni kai aspile Despina Panagia
Here nimfi animfefte
thermos epikaloume se nae igiasmene
Here nimfi animfefte
antilavou mou,rise me apo tou polemiou
Here nimfi animfefte
ke klironomon deixon me zois tis eoniou
Here nimfi animfefte~
Der Besuch ist heute abgereist. Zu den Belehrungen und Ermächtigungen sind nicht viele Leute gekommen, die wenigen waren jedoch ganz richtig und sind jetzt recht erpicht darauf, dass eine Praxisgruppe entsteht. Das ist gut.
Und was waren das für grandiose Belehrungen! Und diese Ermächtigungen! Mein Scheitel brennt immer noch. Und hier zu Hause war es auch wieder toll. Und die Fußballbegeisterung der beiden Rinpoches war witzig.
Die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt. Und falls sich eine Praxisgruppe bilden sollte, dann könnte ich beim nächsten Besuch einen Teil der Arbeit auf die anderen Leute delegieren und müsste nicht so gut wie alles alleine mache *japs*